Mal dir doch eins, hatte Omi mir – von meinen »ewigen Geschichten« gelangweilt – vorgegähnt, als ich sie nach irgendeinem Haustier gefragt hatte, nur etwas Besonderes sollte es schon sein, auf keinen Fall zu kuschelig und auch nur so halb lieb; Hamster und Sittiche hatte ich schon reichlich verschlissen, und immer war es Omi gewesen, die den Dreck wegfegen musste, für die Bestattung im Garten war sie dann auch immer noch zuständig gewesen. Als ich dann nicht locker lassen wollte, zog sie eine steife Hausspinne aus dem Kittel, die sich nächtens im Wassernapf Gerdas, unserer Windhündin, das Leben genommen haben sollte. Ganz so tot sollte es nun auch wieder nicht sein. Omi hatte mir damit aber klar gemacht, dass ich in dieser Sache nichts mehr von ihr erwarten durfte.
95 Versuche hatte ich schließlich hinter mich gebracht, bevor der Bleistift sich großspurig über das Papier davongemacht hatte. Back dir eins, schrie Omi, als ich wieder bettelte, und beschleunigte ihren Gehwagen auf 12 km/h. Was nun?