Was denn nun?

Erst kurz vor zwölf hab ich dann verstanden, worum es überhaupt ging. Ich hatte Photoloft für Kölschen Dialekt gehalten, die Einladung längst verklüngelt. Klang aber interessant und irgendwie auch bekannt, eben ein guter Name für etwas, das man verkaufen will; obwohl – ich brauchte im Moment kein Photoloft, mein ganzes Geld war soeben für eine neue Kamra draufgegangen. Fahr ich also mal hin, dachte ich so bei mir. Im Stau nach Köln kamen mir so einige Assoziationen, was Photoloft denn sein könnte. Loft, Loft, Loft, vielleicht Luft? Luft konnte ich mir in Kölsch noch am ehesten als Loft vorstellen.

»Langsam nach Gusto«, brillierte Myers, der offensichtlich das 25-bändige Lexikon in tutti internalisiert hatte, auf die Frage "R"s nach der doch reichlich widersprüchlichen Titulierung der Veranstaltung; "Entweder adagio oder ad libitum", hatte der nicht ganz verstanden.

Myers hatte sich längst wieder in seine Welt zurückgezogen – er war bei Gror –, als die ersten Zuschauer den Saal betraten. "R" hingegen war es nicht gewöhnt, so einfach stehen gelassen zu werden, ganz ohne befingert zu werden, er hatte doch immer den Dinosaurier gemacht und immer mindestens ein schwaches Gemütlein zu Tode erschreckt.

Während der ganzen Veranstaltung sinnierte er schmollend, wie er sich mit einem Elektromotor selbstständig machen könnte aber sie hatten ihn ja nicht mal angeschlossen.